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Labor AVS Unterentfelden, Referenz: Ausschreibung, Projektierung, Realisierung, Digitale Planung

Hintergrund im Vordergrund

Jedes Projekt schreibt seine eigene Geschichte.

Geprägt ist diese von festen Rahmenbedingungen, von hohen Anforderungen und Erwartungen, von klugen Lösungen und professioneller Leitung. Der Blog verschafft Ihnen Einblicke in ausgesuchte Projektgeschichten. 

Neubauprojekt am Standort Lengg: Projekt zur Weiterbearbeitung empfohlen

30.06.2026 — Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) plant am Standort Lengg umfassende Neubauten, um die stationären Angebote der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Erwachsenenpsychiatrie sowie Alterspsychiatrie an einem Ort zu zentralisieren. Im Rahmen eines Studienauftrags wurde das Projekt von Boltshauser Architekten AG im Mai 2026 von einem Fach- und Expertengremium einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Mit dem Neubauvorhaben verfolgt die PUK das Ziel, die psychiatrische Versorgung langfristig zukunftsfähig auszurichten und die Aufenthaltsqualität für Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern. Durch die Reduktion von heute sechs auf künftig drei stationäre Standorte können Synergien besser genutzt und die Effizienz gesteigert werden.

Studienauftrag

Für die Weiterentwicklung des Standorts Lengg führte die PUK einen Studienauftrag unter fünf Teams durch. Die eingereichten Projektvorschläge wurden von einem interdisziplinären Expertengremium beurteilt, bestehend aus Fachvertretenden der PUK, renommierten Architektinnen und Architekten sowie Vertreterinnen und Vertretern des Amts für Städtebau, des kantonalen Amts für Raumentwicklung (Denkmalpflege) und von Grün Stadt Zürich.

 

Empfohlenes Projekt

Das zur Weiterbearbeitung empfohlene Projekt von Boltshauser Architekten AG überzeugte insbesondere durch die subtile Setzung der Bauvolumen mit einer hohen städtebaulichen und freiräumlichen Qualität im Kontext zum Bestand und der Erfüllung der betrieblichen Anforderungen. Die halbkreisförmig angeordneten Neubauten ergänzen die bestehende Anlage der PUK und schaffen fliessende Übergänge zwischen Alt- und Neubauten sowie den umliegenden Parkanlagen.

Die Neubauten ermöglichen eine zeitgemässe psychiatrische Behandlung und schaffen therapeutisch wirksame Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Ein Grossteil der bestehenden Gebäude bleibt erhalten, wird instandgesetzt und künftig für ambulante Nutzungen, Büros und Administration weiterverwendet.

 

Weiteres Vorgehen

Die Umsetzung des Projekts erfolgt etappiert und bedarfsgerecht mittels modularer und flexibler Gebäude und Räumlichkeiten. Die ersten Neubauten im Bereich Lengg Ost / Karl-Stauffer-Strasse sollen voraussichtlich ab Mitte der 2030er-Jahre bezugsbereit sein. Die vollständige Umsetzung aller Etappen ist bis in die 2040er-Jahre vorgesehen.

Als nächster Schritt wird das Projekt gemeinsam mit dem Generalplanerteam weiterentwickelt und konkretisiert. Die ursprüngliche Kostenprognose von rund CHF 330 Mio. (+/- 25 %) bleibt dabei weiterhin die massgebende Zielvorgabe.

Das empfohlene Projekt wird ab dem 16. Juni 2026 während mindestens eines Jahres im öffentlich zugänglichen Restaurant Obstgarten auf dem Gelände der PUK ausgestellt.

Mandat Büro für Bauökonomie AG: Verfahrensbegleitung, Vergleichende Kostenberechnung, Jury- oder Expertentätigkeit

Gesamtleitung: ARGE Boltshauser / Drees & Sommer GmbH
Architektur: Boltshauser Architekten AG
Landschaftsarchitektur: Mettler Landschaftsarchitektur GmbH
Visualisierung: Boltshauser Architekten AG

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Eröffnung «Haus Aura» - Blickfeld Horw

03.11.2025 — Der Blinden-Fürsorge-Verein Innerschweiz - Blickfeld Horw - feiert am Samstag, 8. November 2025 die Eröffnung des Hauses Aura. Das neue Pflegeheim beinhaltet eine Cafeteria mit einer Aussenterrasse, einen unterteilbaren Multifunktionsraum, 56 neue Zimmer und direkte Verbindungen zwischen Wohn- und Pflegebereichen.


Datum                  Samstag, 8. November 2025
Zeit                      09:00 bis 16:00 Uhr
Ort                       Blickfeld, Kantonsstrasse 2, 6048 Horw
Programm            Neben Führungen, musikalischer Unterhaltung sowie Verpflegung und Getränke
                            in der neuen Cafeteria werden die Türen zu der Produktion geöffnet.

Seit 1906 setzt sich der Blinden-Fürsorge-Verein Innerschweiz BFVI für bedürfte Blinde im Kanton Luzern ein. Nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigung finden im Blickfeld in Horw ein Zuhause und/oder einen geschützten Arbeitsplatz in der Werkstatt, sondern auch Menschen mit anderen körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen sowie betagte pflegebedürftige Menschen erhalten Betreuung und Geborgenheit.

Das Luzerner Büro Jäger Egli Architekten schafft mit dem Neubau eine farbige Leichtigkeit und Freundlichkeit. Dank den grosszügigen Fensteröffnungen mit dazwischen eingefügten roten Holzpaneelen und sich geschossweise abzeichnenden Bändern bekommt es einen frischen und eigenständigen Ausdruck, der sich dennoch am Bestand anlehnt. Der Hof im Erdgeschoss vergrössert sich, so dass die Innen- und Aussenräume miteinander verbunden werden.

Die Büro für Bauökonomie AG begleitet das Blickfeld der BFVI im Rahmen dieses Neubaus seit 2022 und  erstellte den Kostenvoranschlag sowie die Leistungsverzeichnisse nach BKP / NPK. Ebenfalls verantwortet die BfB AG das Vertragswesen und die Kostenkontrolle und führte die örtliche Bauleitung aus.

Bauherrschaft: Blickfeld Horw
Architektur: Jäger Egli AG

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Eröffnungsfeier Psychiatrie Sarnen – Tag der offenen Tür

30.10.2025 — Die Psychiatrie in Sarnen feiert am Samstag, 8. November 2025 die Neueröffnung ihrer Klinik. Mit viel Feingefühl für Geschichte und Baukultur wurde das traditionsreiche Gebäude unter der Leitung von Sigrist Schweizer Architekten umfassend saniert und umgebaut. Das Ziel: den historischen Charakter des Hauses wiederherzustellen und gleichzeitig zeitgemässe Nutzungsanforderungen zu erfüllen.

Datum              Samstag, 8. November 2025
Zeit                   13:00 bis 16:30 Uhr
Ort                    Klinik Sarnen, Luzerner Psychiatrie, Brünigstrasse 183, 6060 Sarnen

Programm        13:00 – 13:30 Uhr             Einsegnung & Apéro                       
                        13:45 – 16:30 Uhr             Individueller Rundgang                   

                        13:45 Uhr | 14:45 Uhr       Vortag: Konferenzraum 3. Obergeschoss
                                                                 Erkennen von Depressionen       
                                                                 Prof. Dr. med. Jochen Mutschler,
                                                                 Chefarzt Stationäre Dienste             

                        14:15 Uhr | 15:15 Uhr       Vortrag: Konferenzraum 3. Obergeschoss
                                                                 Psychiatrische Versorgung im Aufbruch
                                                                 Michael Durrer, MScN, Pflegeexperte APN


Rekonstruktion mit Respekt vor der Geschichte
Das denkmalgeschützte Gebäude erhielt durch gezielte architektonische Eingriffe seine ursprüngliche Ausstrahlung zurück. Besonders ist die Umgestaltung der Dachlandschaft: Das im Jahr 1972 aufgestockte dritte Obergeschoss wurde als Mansardengeschoss verkleidet – ein Eingriff, der dem Haus wieder seine ursprünglichen Proportionen verleiht. Die neue Dachform orientiert sich am benachbarten Konvikt, das bereits 1910 ein Mansarddach erhalten hat. Auch die Fassadengestaltung wurde mit grosser Sorgfalt angegangen. Gliederungselemente und Farbkonzept lehnen sich eng an das historische Original an. Nur bei den Fenstern im Patientenbereich werden aus funktionalen und sicherheitstechnischen Gründen dezente Anpassungen vorgenommen.

Innenräume mit Charakter
Im Inneren blieb die bauzeitliche Struktur mit der zentralen zweiläufigen Treppe und den versetzten Korridoren erhalten. Die historischen Binnenwände wurden weitgehend respektiert und wo nötig sorgfältig instandgesetzt. So bleibt die einzigartige Atmosphäre des Hauses erhalten, während moderne Anforderungen an Nutzung und Sicherheit integriert werden.

Zusammenarbeit
Die Büro für Bauökonomie AG (BfB AG) begleitet das Vorhaben der Sanierung und Erweiterung seit 2019. Anfangs wurden im Auftrag des Kantons Obwalden Machbarkeitsstudien und der Projektwettbewerb durchgeführt. Im zweiten Schritt war die BfB AG im Auftrag der Architekten für die Kostenplanung und -kontrolle, sowie das Submission- und Vertragswesen zuständig.

Bauherrschaft: Bau- und Raumentwicklungsdepartement Obwalden
Architektur: Sigrist Schweizer Architekten AG, Luzern
Landschaftsarchitektur: Cyclus GmbH, Zürich
Bauleitung: Konzept 4 AG, Sarnen

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