Neubau Doppelsporthalle Nebikon: das Projekt «Krokodil» wird zur Weiterbearbeitung empfohlen

21.05.2026 — Der Projektwettbewerb für den Neubau einer Doppelsportha mit zusätzlichen Schulräumen sowie der Aufwertung der Umgebung in Nebikon ist entschieden. Das Projekt «Krokodil» von Huber Waser Mühlebach Architektur ETH SIA BSA wird von der Jury einstimmig für die Weiterbearbeitung empfohlen.

Die Gemeinde Nebikon beabsichtigt, das Areal zwischen Schule, Kirche und Gemeindeverwaltung langfristig qualitätsvoll weiterzuentwickeln. Die bestehende Einfachturnhalle aus dem Jahr 1951 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Schul- und Vereinssport. Gleichzeitig bietet das Areal grosses Potenzial für eine qualitative Aufwertung des Zentrums und Schaffung neuer Begegnungsmöglichkeiten im Dorfzentrum. Ziel ist es, mit dem Ersatzneubau einer Doppelturnhalle nicht nur die sportliche Infrastruktur zu verbessern, sondern das öffentliche Zentrum als zusammenhängendes Ensemble nachhaltig zu stärken.

Projektwettbewerb

Um einen geeigneten Partner für dieses Vorhaben zu finden, führte die Gemeinde einen selektiven Projektwettbewerb für Teams aus Architektur und Landschaftsarchitektur durch. In einer vorgängigen Präqualifikation wurden aus 42 Bewerbungen acht Teams ausgewählt und eingeladen, anonym Projektvorschläge auszuarbeiten. Die acht eingegangenen Projektvorschläge wurden anhand der Vorgaben des Wettbewerbsprogramms nach funktionalen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Kriterien beurteilt.

Siegerprojekt «Krokodil»

Als Siegerprojekt ging der Vorschlag «Krokodil» vom Architekturbüro Huber Waser Mühlebach GmbH aus Luzern in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekturbüro Uniola AG aus Zürich, hervor. Die Jury würdigte insbesondere den ganzheitlichen Ansatz, der Architektur, Freiraum und Betrieb überzeugend miteinander verbindet und aus dem bisherigen Nebeneinander der öffentlichen Bauten ein räumliches Miteinander formt.

Der Neubau der Doppelturnhalle wird bewusst in der Arealmitte positioniert und übernimmt eine vermittelnde Rolle zwischen Schule, Kirche und Verwaltung. Er strukturiert den Freiraum neu und bildet zusammen mit dem geplanten Mehrgenerationenplatz das Zentrum der Anlage. Der Neubau mit gedecktem Eingangsbereich orientiert sich direkt auf diesen Begegnungsraum. Dies schafft eine klare Adresse für Schule, Vereine und Öffentlichkeit. Die bestehende Turnhalle bleibt als identitätsstiftendes Element erhalten und wird zu einem vielseitig nutzbaren Mehrzweckraum umgenutzt.

Weiteres Vorgehen

Mit der Empfehlung des Siegerprojekts «Krokodil» verfügt die Gemeinde Nebikon über eine tragfähige Grundlage für die weitere Planung. Das Projekt wird nun gemeinsam mit dem Siegerteam vertieft und konkretisiert. Die Ausgestaltung des Mehrgenerationenplatzes sowie zentraler Freiräume soll partizipativ mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Generationen erfolgen. In die weitere Planung des Projektes ist eine Baukommission involviert. Über die erforderlichen Detailplanungskredite für die weitere Ausarbeitung des Projekts wird die Bevölkerung von Nebikon bereits in diesem Herbst entscheiden. 

Die Büro für Bauökonomie AG unterstütze die Gemeinde Nebikon in der Organisation und Durchführung des Projektwettbewerbs.

Bauherrschaft: Gemeinde Nebikon
Architektur: Huber Waser Mühlebach GmbH, Luzern
Landschaftsarchitektur: Uniola AG, Zürich
Visualisierung: Atelier Tran Imagery, Luzern