Siegerprojekt Stanserhorn ++

27.04.2026 — Der Studienauftrag für einen Neubau auf dem Stanserhorn ist abgeschlossen: Die Arbeitsgemeinschaft Weitschies Krähenbühl aus Chur konnte sich mit ihrem Projektvorschlag gegen die weiteren sieben eingeladenen Architekturbüros durchsetzen. Das Siegerprojekt zeigt einen dreistöckigen Neubau aus Holz und Glas, der sämtliche Räumlichkeiten neben der Bergstation ersetzt und modernisiert.

Ausgangslage
Die heutige Infrastruktur ist seit vielen Jahren unverändert und wird den vielfältigen Bedürfnissen der Gäste nicht mehr vollumfänglich gerecht. Zudem hat das Gäste aufkommen seit der Eröffnung der Cabrio-Luftseilbahn um über 60 Prozent zugenommen, was immer wieder zu Kapazitätsengpässen führt. 

Aus diesem Grund wurde ein Studienauftrag mit acht eingeladenen Architekturbüro durchgeführt. Die Büro für Bauökonomie AG unterstütze die Stanserhorn-Bahn AG in der Organisation und Durchführung.

Siegerprojekt
Im Zentrum des Siegerprojekts von der Arbeitsgemeinschaft Weitschies Krähenbühl aus Chur stehen grosszügige, lichtdurchflutete Räume, vielseitige Gastronomieangebote und eine deutliche Steigerung des Gästekomforts. Grossflächige Glasfronten eröffnen spektakuläre Panoramen über Mittelland, Vierwaldstättersee und Alpen. Die Terrasse erhält ihre ursprüngliche Form zurück und wird durch zusätzliche Aussenbereiche auf allen Etagen erweitert – ein klares Plus für Besucherinnen und Besucher.

 Der Neubau schafft ein vielseitiges Raumangebot für individuelle Gäste, Gruppen und Firmen: 

  • Selbstbedienungsrestaurant für 120 Personen
  • Bankettrestaurant für 150 Personen
  • Seminarräume für 150 Personen
  • Bedientes Restaurant für 60 Personen
  • Grosszügige Terrassen, ausgerichtet nach Norden und Süden
  • Grosszügiger Shop

Die Gestaltung nimmt bewusst Bezug auf die Geschichte des Stanserhorns: Die Formensprache erinnert an das historische Hotel aus den Anfangszeiten des Tourismus – jedoch konsequent für Tages- und Eventgäste weitergedacht. Die prägnante Dachlinie folgt dem Verlauf der ehemaligen Standseilbahn und setzt ein starkes, identitätsstiftendes Zeichen. Ein offener Durchgang im Erdgeschoss schafft ein fliessendes Erlebnis und wird mit einer neuen Plattform in Richtung Norden abgerundet.

Weiteres Vorgehen
Der Baustart ist – abhängig vom Bewilligungsverfahren – für 2028 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre, die Eröffnung ist für 2030 geplant. Die Investitionskosten belaufen sich auf
34 Millionen Franken. Während der Bauzeit bleibt das Stanserhorn geöffnet, wenn auch mit reduzierten Kapazitäten von 80 bis 100 Plätzen.

Bauherrschaft: Stanserhorn-Bahn-Aktiengesellschaft
Architektur: ARGE Weitschies Krähenbühl Architekten BSA ETH SIA, Chur