Life Science Flow.
Novartis Campus Basel, Referenz: Ausschreibung, Projektierung, Realisierung

Hintergrund im Vordergrund

Jedes Projekt schreibt seine eigene Geschichte.

Geprägt ist diese von festen Rahmenbedingungen, von hohen Anforderungen und Erwartungen, von klugen Lösungen und professioneller Leitung. Der Blog verschafft Ihnen Einblicke in ausgesuchte Projektgeschichten. 

Neubau «House of Energy» wurde eröffnet

04.05.2023 — Mit der Eröffnung des Neubaus «House of Energy» Anfang April 2023 greift das Verkehrshaus der Schweiz die Thematik «Mobilität» auf und fördert den wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Dialog.

Das Thema Energie ist aktueller denn je, sei es in der Diskussion um Klimaerwärmung und Klimaschutz oder in Bezug auf die künftige Sicherstellung der Energieversorgung. Mit dem Neubau «House of Energy», der anfangs April eröffnet wurde, etabliert sich das Verkehrshaus der Schweiz als Dialogplattform und Laboratorium im Bereich der Energiethemen.

Eröffnung des Neubaus und der Ausstellung «Experience Energy!»
Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz, hat die neue Ausstellung «Experience Energy!» am 3. April 2023 im Beisein von Nationalratspräsident Martin Candinas, Energiepionier und Ausstellungs-Schirmherr Bertrand Piccard und zahlreichen namhaften Gästen aus Politik, Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Industrie feierlich eröffnet.

Die neue Ausstellung «Experience Energy!» bietet auf rund 600 Quadratmetern spannende Einblicke in das Thema Energie. So ist etwa Energiepionier Bertrand Piccard als Hologramm zu sehen, welches das Publikum mitnimmt in die Energiezukunft. Auf einem Reliefmodell der Schweiz wird das Energiesystem von heute und 2050 dank Augmented Reality fassbar. Ein Zeitstrahl zeigt anhand von Originalobjekten wichtige Erfindungen im Verlauf der Geschichte sowie die Entwicklung der globalen Energienutzung und des globalen CO2-Ausstosses auf.

Mit Neubau in die Zukunft
Der Neubau ist für die Zukunft des Verkehrshauses der Schweiz von massgebender Bedeutung. Durch die Erweiterung und Öffnung der Publikumszone bis an die Haldenstrasse wird das Verkehrshaus besser an den öffentlichen Verkehr angeschlossen und städtebaulich integriert. Wichtigste Fläche ist dabei mit 600 Quadratmetern der Ausstellungsbereich mit doppelter Raumhöhe, wo nun die Ausstellung «Experience Energy!» startet. In den oberen Geschossen gibt es Konferenzräume, Sitzungszimmer und Büroräumlichkeiten des Verkehrshauses.

Im Untergeschoss des neuen Gebäudes ist eine neue Energiezentrale für das ganze Areal untergebracht. Diese ermöglicht künftig einen markant höheren Anteil an erneuerbarer Energie für die Wärme- und Kälteerzeugung. Bei der Auswahl der Materialisierung der Fassade wurde bewusst auf die Schallemissionen der Haldenstrasse und der Bahnlinie Rücksicht genommen. Das Gebäude ist mit einem metallischen «Vorhang» aus unterschiedlich profilierten und perforierten Trapezblechen versehen.

Die Büro für Bauökonomie AG begleitete das Verkehrshaus der Schweiz im Rahmen des Neubaus seit 2016 und führte die Planerausschreibungen durch und erstellte die Kostenschätzung, den Kostenvoranschlag sowie die Leistungsverzeichnisse nach BKP / NPK. Ebenfalls verantwortete die BfB AG das Vertragswesen und die Kostenkontrolle und führte die örtliche Bauleitung aus.

Architektur: Gigon/Guyer Architekten, Zürich
Bauherrschaft: Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

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Umnutzung Mittenza in Muttenz: Vom Kongresszentrum zur Musikschule

02.05.2023 — Das Projekt für die Umnutzung des ehemaligen Hotels und Kongresszentrums «Mittenza» in Muttenz liegt vor: Das «Mittenza» soll sich in eine Musikschule und einem Haus der Vereine verwandeln. Damit wird das Gebäude, das der Gemeinde Muttenz gehört, wieder belebt.

Das einstige Hotel und Kongresszentrum wurde 1965 bis 1970 von den beiden Architekten Rolf Keller und Firtz Schwarz erbaut und steht seit längerem leer. Nachdem für das Gebäude mangels Interesse kein Baurechtsnehmer gefunden werden konnte, war klar, dass das Traditionshaus in dieser Form keine Zukunft haben wird.

Wakkerpreis für ihren Umgang mit dem historischen Dorfkern 
Die Gemeindeversammlung sprach sich gegen eine Prüfung eines Abrisses aus. Denn der Bau aus den siebziger Jahren prägt das Ortsbild bis heute und trug massgeblich dazu bei, dass Muttenz 1983 für seinen historischen Ortskern den Wakker-Preis erhielt. Nun soll es umgenutzt und wiederbelebt werden. Diese Umnutzung des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes ist mit Kosten von rund 22 Millionen Franken verbunden. Der Muttenzer Gemeinderat möchte das Gebäude danach unter kantonalen Denkmalschutz stellen.  

Oben leise, unten laut
Mit zwei Entwurfsentscheidungen gewannen die Basler Architekten Buol & Zünd den selektiven Wettbewerb. Gemäss dem Siegerprojekt soll mit überraschend wenig Eingriffen in die Bausubstanz aus dem einstigen Hotel eine Musikschule und ein Haus der Vereine werden. Zudem löst eine „intelligente Anordnung der Räume“ gemäss Gemeinderat Thomi Jourdan kostenmässig viele Probleme. Buol & Zünd legt den Eingang der Musikschule ins Foyer des Saals und belebt mit diesem Entscheid den verlassenen Innenhof und das Foyer. Die Räume werden gemäss ihrer Funktion getrennt und genutzt, denn die Akustik birgt eine gewisse Herausforderung: Die Instrumente und Stimmen müssen schön klingen, sich aber nicht gegenseitig stören. So werden leisere und laute Instrumente in den Stockwerken verteilt – oben leise, unten laut. Gewisse Räume werden mit neuen Verglasungen besser isoliert, grössere Räume mit Faltwänden geteilt und vereinzelt Räume abgebrochen. Gemäss Architekt Lukas Buol unterscheiden sich Hotel und Musikschule baulich gar nicht so gross:  «Beide Nutzungen brauchen viele Zimmer. Deshalb funktioniert es mit verhältnismässig wenig Eingriffen.»

Haus für Bildung, Vereine und ein Ort der Begegnung für Alle
Während Buol & Zünd den baulichen Rahmen vorgeben, sind Ideen zur Nutzung der Mittenza bei der Muttenzer Bevölkerung gefragt: Gemeinsam mit der Denkstatt Sàrl, die sich auf verschiedenen Ebenen mit den gegenwärtigen städtebaulichen Transformationsprozessen im urbanen und ruralen Kontext befasst und in der Region Basel unter anderem bei der Basler Markthalle oder beim Gundeldingerfeld involviert waren, soll das neue Mittenza inhaltlich im Austausch mit der Bevölkerung gestaltet werden.

Bezug und Inbetriebnahme im 2027
Wird der Planung- und Ausführungskredit an der Gemeindeversammlung im kommenden Juni angenommen, können die Bauarbeiten gemäss Planung anfangs 2025 aufgenommen werden. Ein Bezug wird per 2027 ins Auge gefasst, so dass der Betrieb im Sommer 2027 startet.  

Die Büro für Bauökonomie AG ist gemeinsam mit Buol & Zünd Architekten GmbH in der Rolle des Generalplaners tätig und führt die Gesamtleitung ab Phase 4.41 aus. Die BfB AG verawntwortet  das Baumanagement mit der Kostenschätzung, dem Kostenvoranschlag, den Ausschreibungen und der Terminplanung und führt die örtliche Bauleitung aus. Innerhalb des Generalplanerteams liegt die Kostenüberwachung, das Vertragswesen, die Buchhaltung und das Versicherungswesen wie auch das projektbezogene Qualitätsmanagement in unserer Verantwortung.

Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Muttenz
Architektur: Buol & Zünd Architekten GmbH, Basel

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Sanierung der Keramikfassade beim Rialto-Gebäude in Basel

30.04.2023 — Das Wohn- und Geschäftsgebäude «Rialto» in Basel wird zurzeit gesamtsaniert. Nach erfolgreichen Rückbauarbeiten, Schadstoffsanierung, Betonarbeiten der Lehrschwimmbecken sowie Neuinstallation der Gebäudetechnik finden zurzeit die Sanierungsarbeiten der Fassade statt. Diese steht unter Denkmalschutz und stellt alle Beteiligte vor gewisse Herausforderungen.

Die Sanierung der Fassade des Rialto-Gebäudes in Basel kann die Anforderungen der heute gültigen Normen des Schweizerischen Plattenverbands (SPV) für eine Fassade mit Plattenverkleidung nicht erfüllten. Dies ist auf die ursprüngliche Konstruktion zurück zu führen: Die grossformatigen Steinzeugplatten wurden in einem Dickbett auf den Rohbau aufgebracht. Aufgrund der Schutzwürdigkeit der Fassade ist ein normgerechter Aufbau beim Hintergiessen oder beim Ersetzen der rund 20 000 Platten nicht möglich. Deshalb geht die Büro für Bauökonomie AG in der Bauleitung und der Gesamtleitung wie folgt vor:

Auffüllen der Hohlstellen mittels Hintergiessens
Teilweise haben sich Hohlstellen zwischen Mörtel und Untergrund ergeben, was auf Feuchtigkeit zurückzuführen ist, die vermutlich von aussen über die Fugen in die Konstruktion eingedrungen ist. Diese Stellen müssen mit einem Hintergiessmörtel aufgefüllt werden, um so die Haftung zwischen Keramikverkleidung und Rohbau wieder herzustellen. Bei rund 20% der Platten ist ein Hintergiessen möglich. Im Wesentlichen gestaltet sich der Arbeitsablauf wie folgt:

1. Vollständiges Abklopfen der Fassadenflächen zur Aufnahme der Hohlstellen
2. Im Bereich der Fugen ein Loch bohren
3. Vornässen der Injektionsstelle durch Einlassen von verdünntem Wasserglas (1 Teil Wasserglas / 3 Teile Wasser)
4. Sofortiges Einbringen des Injektionsmörtels, bis die Platte oder Hohlstelle bis oben gefüllt ist
5. Verfüllen des Bohrlochs
6. Instandstellung aller mangelhaften Fugen

Ersatz von defekten Platten
Bei 5% aller Platten ist ein Ersatz aufgrund von mechanischen Beschädigungen, Rissen oder zu grosser Hohlräume in der Konstruktion nötig. Hierfür wurden die Eigenschaften sowie die Zusammensetzung der bestehenden Platten sowie des Mörtels untersucht und analysiert. Die Arten von Platten, die wir herstellen und an der Fassade ersetzen werden, reichen von Normalplatten, Eckplatten oder Fensterbankplatten bis hin zu Leibungsplatten und Sturzplatten.

Ausbessern der Fugen
Schadhafte Fugen in der Fassade müssen entfernt und neu verfugt werden.

Reinigen der Fassade
Der verbleibende Teil wird nach einer ordnungsgemässen Prüfung mit einem Grundreiniger, der biologisch abbaubar und unbedenklich ist, abgewaschen.

An den Sanierungsarbeiten sind unter anderem folgende Partner beteiligt:

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Spatenstich für Rothrister «Bornapark» ist erfolgt

06.03.2023 — Seit dem 19. Januar sind die Bauarbeiten für den neuen Bornapark der Arbeits- und Wohngemeinschaft Borna in Rothrist in vollem Gang. Das Projekt des Büros Malte Kloes Architekten soll im 2025 bezogen werden.

Mit dem Neubauprojekt «Bornapark» in Rothrist strebt die Rothrister Arbeits- und Wohngemeinschaft Borna eine Gesamterneuerung der Gebäude samt Werkstätten an. Bei Borna handelt es sich um eine Arbeits- und Wohngemeinschaft für erwachsene Menschen mit einer psychischen oder einer Sinnesbeeinträchtigung. 83 Menschen mit einer Beeinträchtigung werden in verschiedenen Wohnformen unterstützt. 

Grösstes Bauprojekt der Borna-Geschichte
Borna hat eine 93 jährige Geschichte hinter sich, doch handelt es sich bei diesem Projekt vermutlich um eines der wichtigsten Meilensteine der Unternehmensgeschichte. «Noch nie hat die Borna ein so grosses Bauprojekt in Angriff genommen», erklärt Felix Schönle, Verwaltungsratspräsident der Arbeits- und Wohngemeinschaft. Das Neubauprojekt, das auf 65.2 Millionen Franken veranschlagt ist, soll im Jahr 2025 bezogen werden können. Für die Finanzierung des Projektes ist die Arbeits- und Wohngemeinschaft noch auf Spenden angewiesen (mehr Informationen).

Mit derGesamterneuerung möchte die Institution nicht nur einen Grundstein für die nächsten Jahrzehnte legen, sondern auch ein Zeichen setzen, wie wichtig ihnen Menschen mit einer Beeinträchtigung sind. Denn die im Jahre 1978 erstellten Gebäude Wohnheim und Werkstatt sind an einen Punkt gekommen, in welchem eine Totalsanierung der bestehenden Bausubstanz oder ein Neubau unumgänglich sind. Nach einer erfolgreichen Realisierung verfügt die Institution wieder über eine optimale und zeitgemässe Infrastruktur, um den Bedürfnissen der zu betreuenden Menschen gerecht zu werden. Das Projekt umfasst rund 48 Plätze im Wohnbereich sowie 118 geschützte Vollzeit-Arbeitsplätze inklusive Tagesstruktur für 40 Betreute in der Werkstatt. Die unterschiedlichen Wohnformen leisten einen wichtigen Beitrag, um die Autonomie, Integration und Selbstbestimmung der Klienten zu fördern. Die funktional gegliederten Arbeits- und Beschäftigungsplätze ermöglichen einen optimalen Arbeitsablauf und eine Weiterentwicklung der vielfältigen Angebote.

Realisierung in Angriff genommen
Von der ersten Eingabe bis hin zum Spatenstich dauerte es rund sieben Jahre: Nachdem die Eingabe des ersten Bauprojekts im Jahr 2016 vom Kanton zurückgewiesen wurde, reichte die Arbeits- und Wohngemeinschaft drei Jahre später, im 2019, ein zweites Neubauprojekt inklusive überarbeiteter Strategie beim Kanton ein. Im Rahmen dieses zweiten Projektes wurde ein nicht anonymer Studienauftrag mit Präqualifikation durchgeführt. Im 2020 folgte die Bewilligung. Zwei Jahre später wurde im Frühjahr 2022 die Baueingabe gemacht, welche anfangs 2023 bewilligt wurde und somit einem Baubeginn nichts mehr im Wege stand. Kein Wunder liess Verwaltungsratspräsident Felix Schönle, beim Spatenstich am 19. Januar 2023, verlauten: «Was lange währt, wird endlich gut». Im Frühling 2025 sollen die Klientinnen und Klienten den neuen «Bornapark» beziehen können und von diversen Vorteilen profitieren: Mehr Privatsphäre, Selbstbestimmung wie auch Autonomie.

«Bornapark» verbindet Wohnen und Arbeiten
Das Projekt «Bornapark» des Zürcher Büros Malte Kloes Architekten platziert die beiden Einheiten Wohnen und Arbeiten an den jeweils optimalen Standorten und bettet sie in ein übergeordnetes Landschaftskonzept ein. Ein der Topografie folgendes Wegenetz verbindet die Wohngebäude mit der Werkstatt und macht den Arbeitsweg zu einem Naturerlebnis. Die Verwendung von Holz sorgt nicht nur für eine vorteilhafte Grauenergiebilanz, sondern wird samt seiner organischen, warmen Ausstrahlung zugleich als identitätsstiftendes Gestaltungselement in Fassaden und Innenräumen genutzt.

Die Aufrechterhaltung der bestehenden Gebäude bis zur Fertigstellung der jeweiligen Neubauten galt von Anfang an als Grundvoraussetzung. Um Beeinträchtigungen des fortlaufenden Betriebs auf ein Minimum zu reduzieren, wird einem möglichst flexiblen Bauprozess und einer kurzen Bauzeit hohe Priorität beigemessen. So werden die Neubauten gleichzeitig und bei fortlaufendem Betrieb erstellt. Anschliessend an die Fertigstellung und den Umzug in den Neubau werden die Bestandesbauten rückgebaut und die Umgebung fertiggestellt.

Die Büro für Bauökonomie AG ist beim Projekt «Bornapark» seit der Präqualifikation zum Studienauftrag mit dem Architekten unterwegs. Seit dem Vorprojekt bildet die BfB AG gemeinsam mit Malte Kloes Architekten das Generalplanerteam und ist zuständig für die Kosten, die Termine, die Ausschreibung und  die Bauleitung.

Bauherrschaft: Borna, Arbeits- und Wohngemeinschaft Rothrist
Architektur: Malte Kloes Architekten
Baumanagement & ARGE-Partner Generalplanung: Büro für Bauökonomie AG
Landschaft: Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG

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Mithilfe von digitaler Planung zum neuen Labor AVS Aargau

24.02.2023 — Im Aargau zieht das kantonale Amt für Verbraucherschutz (AVS) bald in ein neues Gebäude  ein, der punkto Bauplanung aussergewöhnlich ist. Das gesamte Bauprojekt wird mit der BIM-Methode umgesetzt. 

Da die bisherigen Büros und das Labor des Amt für Verbraucherschutz (AVS) langsam ausgedient haben – klein und sanierungsbedürftig sind sie – wird zurzeit in Unterentfelden, direkt neben der Kantonshauptstadt Aarau, gebaut. Die Büro für Bauökonomie AG realisiert als Teil des Generalplanerteams zusammen mit Markus Schietsch Architekten GmbH das neue Labor- und Bürogebäude. Der zweistöckige Holz- und Betonhybridbau soll im Sommer 2024 bezugsbereit sein. Das Projekt wird vollständig mit der BIM-Methode umgesetzt und die Vorteile wurden in der Planung wie auch aktuell in der Ausführung genutzt:

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Bauarbeiten am neuen Mehrzweckgebäude des Verkehrshauses der Schweiz laufen unter Hochdruck

21.12.2022 — Das Jahr 2023 wird in die Geschichte des Verkehrshaus der Schweiz in Luzern eingehen: Im Frühling, genauer gesagt am 03. April 2023, wird das neue Mehrzweckgebäude eröffnet. Mit diesem Neubau wird das Verkehrshaus um einen weiteren Eingang reicher und öffnet sich zur Seite Haldenstrasse. Ebenfalls bietet der Neubau Platz für neue Ausstellungsräume, Konferenzbereiche, Sitzungszimmer sowie Büroräumlichkeiten. (Mehr dazu: «Mehrzweckgebäude ersetzt die ehemalige Schienenhalle des Verkehrshauses der Schweiz», 16.05.2022).

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Bauarbeiten intensiv laufen, damit der Eröffnung im kommenden Frühling nichts im Wege steht. Insbesondere die Umgebungsarbeiten, die auch ein neues Zubringergleis beinhalten, sind aus terminlicher und logistischer Sicht herausfordernd. Aktuell sind rund 15 unterschiedliche Gewerke auf der Baustelle tätig und es wird alles daran gesetzt, den Neubau termingerecht fertigzustellen. Die BfB AG ist bei diesem Projekt mit der Kostenplanung und der Bauleitung beauftragt.

Architektur: Gigon/Guyer Architekten, Zürich
Bauherrschaft: Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

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Heimatschutz Basel prämiert die Überbauung an der Burgfelderstrasse

31.10.2022 — Die Wohnüberbauung an der Burgfelderstrasse in Basel wurde vom Basler Heimatschutz am 26. Oktober 2022 mit dem Preis für den besten Neubau 2022 ausgezeichnet. Verantwortlich für diese Überbauung sind die Basler Nord Architekten und die beiden Genossenschaften «Wohnbaugenossenschaft Basel» (NWG) und die «Wohnbaugenossenschaft Bündnerstrasse» (WGB). Ende 2021 wurden die 125 Wohnungen unterschiedlicher Grössen bezogen (Mehr dazu: «Genossenschaftliches Wohnen an Burgfelderstrasse in Basel nimmt Form an», 08.11.2021).

Bei der Überbauung handelt es sich um einen rund 200 Meter langen Baukörper mit fünf Geschossen, der in zwölf Wohneinheiten gegliedert ist. Der Basler Heimatschutz würdigt insbesondere die Klarheit und die ästhetische Qualität der Bebauung, die sich in der Beschränkung der Materialien zeige. Funktionslose oder unnötige Elemente suche man vergebens. Die Jury betont: «Die weiss getünchten Fassadenflächen mit den horizontal durchdringenden Geschossbändern und den rhythmisch gegliederten vertikalen Fensterachsen verbinden den langgestreckten Wohnbau zu einem spannungsvoll gegliederten Baukörper von hoher architektonischer Qualität.» Und so geht der Preis des Heimatschutzes 2022 für den besten Neubau an die Nord GmbH Architekten BSA SIA und an die Trägerschaft, die beiden Wohnbaugenossenschaften, für dieses hervorragende Wohngebäude.

Mehr Informationen zur Bautenprämierung 2022 des Basler Heimatschutzes

Die Büro für Bauökonomie AG war bei der Überbauung an der Burgfelderstrasse in Basel für die Kostenschätzung und den Kostenvoranschlag, die Ausschreibung, das Vertragswesen sowie die Kostenkontrolle verantwortlich und hatte die Bauleitung, die Werkabnahme und die Schlussabrechnung inne.

Bauherrschaft: ARGE Burgfelderstrasse
Architektur: Nord GmbH Architekten BSA SIA, Basel
Landschaftsarchitektur: META Landschaftsarchitektur, Basel
Bild: Boris Haberthür

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Aufrichtefest der Überbauung «In der Matte» in Altdorf UR

29.09.2022 — Der Rohbau der Häuser 10+12 steht. Das wurde am Aufrichtefest am Freitag, 09. September 2022 mit über 60 Leuten gefeiert. Die Bauherrschaft der Überbauung «In der Matte» bedankt sich bei allen beteiligten Partnern und ganz besonders den auf der Baustelle tätigen Handwerkerinnen und Handwerkern für den bisherigen Einsatz und der noch zu leistenden Arbeit der weiteren Häuser. Die Häuser 2,4,6 und 8 wird der Rohbau etappiert fertig erstellt und somit wandert der Aufrichte-Baum, welcher von den Baumeisterlehrlingen erstellt wurde, von Haus zu Haus.

Bei der Überbauung «In der Matte» trägt die Büro für Bauökonomie AG das Mandat der Gesamtleitung, Kostenplanung, Bauleitung und ist somit für das gesamte Baumanagement verantwortlich (Mehr dazu: «Mit der Überbauung «In der Matte» entsteht in Altdorf UR neuer Wohnraum für hohe Ansprüche», 31.01.2022).

Architektur: hts architekten + partner ag, Altdorf
Bauherrschaft: Personalvorsorgestifung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG, Bern

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Basler Wohn- und Geschäftsgebäude mit Hallenbad Rialto wird bis 2024 gesamtsaniert

22.08.2022 — Das Wohn- und Geschäftsgebäude «Rialto» in Basel ist seit Mai 2022 geschlossen. Grund dafür ist eine Gesamtsanierung, die bis voraussichtlich Ende August 2024 abgeschlossen ist.

Das Rialto-Gebäude inklusive Hallenbad im Untergeschoss wurde 1932 von den Architekten Emil Bercher und Eugen Tamm während der Wirtschaftskrise gebaut und 1934 eröffnet. Mit diesem Bau besass Basel ein Musterbeispiel eines modernen Hallenbads. Die Schwimmhalle im Erdgeschoss richtet sich mit seinen grossen Öffnungen zum Park hinaus. Mit den darüber liegenden Büros, dem Restaurant und den Wohnungen lag bis heute eine Mischnutzung vor. In einer ersten grossen Sanierung wurde 1974 die Räume des Hallenbads vollständig umgebaut und neu organisiert. Bei diesem Umbau wurde auch das heute bestehende grosse Schwimmbecken als genormtes 25m-Becken eingebaut. Eine nächste grosse Sanierung fand 1986 mit dem Einbau der Wohnungen im 4. bis 6. Obergeschoss statt.

Nach nun 30 Jahren steht eine Gesamterneuerung der Liegenschaft an der Birsigstrasse 43 und 45, sowie der Viaduktstrasse 60 an, mit der das Basler Büro «Reuter Architekten» beauftragt wurde. Bei der Sanierung kann die gute Bausubstanz erhalten bleiben. Hingegen das Hallenbad, die Wohnungen wie auch das Restaurant werden erneuert und den betrieblichen Vorschriften angepasst. Das Gebäude erhält zusätzlich acht neue, altersgerechte Wohnungen im 3. Obergeschoss aufgrund des Wegzuges des Sozialversicherungsgerichtes. Insbesondere das Hallenbad soll durch den Umbau den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Der Eingang wird verlegt, um einen ebenerdigen Zugang zur Birsigstrasse zu ermöglichen, und es entstehen unter anderem neue Garderoben- und Duschanlagen und ein zusätzliches Lehrschwimmbecken.

Mit der Gesamtsanierung des Wohn- und Geschäftshaus «Rialto» ergibt sich die Möglichkeit, dem Gebäude, welches über die letzten 50 Jahre punktuell verändert und umgestaltet wurde, wiederum eine gesamtheitliche Erscheinung zu verleihen. Die architektonische Qualität der ursprünglichen Substanz ist dabei die Basis für die Neugestaltung des Gebäudes. Mit der Aufwertung der angrenzenden Umgebungsflächen wird das Rialto wieder attraktiver in seine Umgebung eingebettet. Das öffentliche Hallenbad hat eine zentrale Bedeutung in der Stadt. Mit dem Verlegen der allgemeinen Garderoben ins Erdgeschoss und der grosszügigen Anbindung an die bestehende Eingangshalle, wird dem Bad eine angemessene Präsenz verliehen. Die Schwimmhalle selber wird dabei als heller und grosszüger Raum inszeniert.

Bei der Sanierung führt die Büro für Bauökonomie AG die Kostenschätzung und den Kostenvoranschlag  aus und verantwortet die Ausschreibung nach öBG, den Angebotsvergleich und das Vertragswesen in der Rolle der Gesamtleitung. Ebenfalls führt die BfB AG im Rahmen der Bauleitung die Kostenkontrolle aus und wird zum Abschluss der Sanierung für die Werkabnahme und die Schlussabrechnung verantwortlich sein.

Nach Sanierungsstart im Mai 2022 bestehen aktuell die grossen Hauptarbeiten aus den Rückbauarbeiten und der Schadstoffsanierung. Letzteres wird erst im September 2022 abgeschlossen sein, da alle drei Geschosse des Schwimmbades schadstoffbelastete Plattenkleber enthalten. Darauffolgend stehen im Herbst die Betonierarbeiten der Lehrschwimmbecken an, die bis im Januar 2023 dauern.

Parallel laufen die Rückbauarbeiten im 2.Obergeschoss (Restaurant / Seminarräume) und im 3. Obergeschoss (zukünftiges Wohngeschoss) sowie in den Wohnungen 4. bis 6.Obergeschoss. Ende Jahr wird die Neuinstallation der gesamten Gebäudetechnik und der Innenausbau in Angriff genommen. Zeitgleich zu den Arbeiten im Inneren des Gebäudes laufen die Sanierungsarbeiten der denkmalgeschützten Fassade.

Bauherrschaft: Kanton Basel Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement
Architektur: Reuter Architekten GmbH, Basel

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