Life Science Flow.
Novartis Campus Basel, Referenz: Ausschreibung, Projektierung, Realisierung

Hintergrund im Vordergrund

Jedes Projekt schreibt seine eigene Geschichte.

Geprägt ist diese von festen Rahmenbedingungen, von hohen Anforderungen und Erwartungen, von klugen Lösungen und professioneller Leitung. Der Blog verschafft Ihnen Einblicke in ausgesuchte Projektgeschichten. 

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Basler Wohn- und Geschäftsgebäude mit Hallenbad Rialto wird bis 2024 gesamtsaniert

Projektierung Ausschreibung Realisierung

22.08.2022 — Das Wohn- und Geschäftsgebäude «Rialto» in Basel ist seit Mai 2022 geschlossen. Grund dafür ist eine Gesamtsanierung, die bis voraussichtlich Ende August 2024 abgeschlossen ist.

Das Rialto-Gebäude inklusive Hallenbad im Untergeschoss wurde 1932 von den Architekten Emil Bercher und Eugen Tamm während der Wirtschaftskrise gebaut und 1934 eröffnet. Mit diesem Bau besass Basel ein Musterbeispiel eines modernen Hallenbads. Die Schwimmhalle im Erdgeschoss richtet sich mit seinen grossen Öffnungen zum Park hinaus. Mit den darüber liegenden Büros, dem Restaurant und den Wohnungen lag bis heute eine Mischnutzung vor. In einer ersten grossen Sanierung wurde 1974 die Räume des Hallenbads vollständig umgebaut und neu organisiert. Bei diesem Umbau wurde auch das heute bestehende grosse Schwimmbecken als genormtes 25m-Becken eingebaut. Eine nächste grosse Sanierung fand 1986 mit dem Einbau der Wohnungen im 4. bis 6. Obergeschoss statt.

Nach nun 30 Jahren steht eine Gesamterneuerung der Liegenschaft an der Birsigstrasse 43 und 45, sowie der Viaduktstrasse 60 an, mit der das Basler Büro «Reuter Architekten» beauftragt wurde. Bei der Sanierung kann die gute Bausubstanz erhalten bleiben. Hingegen das Hallenbad, die Wohnungen wie auch das Restaurant werden erneuert und den betrieblichen Vorschriften angepasst. Das Gebäude erhält zusätzlich acht neue, altersgerechte Wohnungen im 3. Obergeschoss aufgrund des Wegzuges des Sozialversicherungsgerichtes. Insbesondere das Hallenbad soll durch den Umbau den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Der Eingang wird verlegt, um einen ebenerdigen Zugang zur Birsigstrasse zu ermöglichen, und es entstehen unter anderem neue Garderoben- und Duschanlagen und ein zusätzliches Lehrschwimmbecken.

Mit der Gesamtsanierung des Wohn- und Geschäftshaus «Rialto» ergibt sich die Möglichkeit, dem Gebäude, welches über die letzten 50 Jahre punktuell verändert und umgestaltet wurde, wiederum eine gesamtheitliche Erscheinung zu verleihen. Die architektonische Qualität der ursprünglichen Substanz ist dabei die Basis für die Neugestaltung des Gebäudes. Mit der Aufwertung der angrenzenden Umgebungsflächen wird das Rialto wieder attraktiver in seine Umgebung eingebettet. Das öffentliche Hallenbad hat eine zentrale Bedeutung in der Stadt. Mit dem Verlegen der allgemeinen Garderoben ins Erdgeschoss und der grosszügigen Anbindung an die bestehende Eingangshalle, wird dem Bad eine angemessene Präsenz verliehen. Die Schwimmhalle selber wird dabei als heller und grosszüger Raum inszeniert.

Bei der Sanierung führt die Büro für Bauökonomie AG die Kostenschätzung und den Kostenvoranschlag  aus und verantwortet die Ausschreibung nach öBG, den Angebotsvergleich und das Vertragswesen in der Rolle der Gesamtleitung. Ebenfalls führt die BfB AG im Rahmen der Bauleitung die Kostenkontrolle aus und wird zum Abschluss der Sanierung für die Werkabnahme und die Schlussabrechnung verantwortlich sein.

Nach Sanierungsstart im Mai 2022 bestehen aktuell die grossen Hauptarbeiten aus den Rückbauarbeiten und der Schadstoffsanierung. Letzteres wird erst im September 2022 abgeschlossen sein, da alle drei Geschosse des Schwimmbades schadstoffbelastete Plattenkleber enthalten. Darauffolgend stehen im Herbst die Betonierarbeiten der Lehrschwimmbecken an, die bis im Januar 2023 dauern.

Parallel laufen die Rückbauarbeiten im 2.Obergeschoss (Restaurant / Seminarräume) und im 3. Obergeschoss (zukünftiges Wohngeschoss) sowie in den Wohnungen 4. bis 6.Obergeschoss. Ende Jahr wird die Neuinstallation der gesamten Gebäudetechnik und der Innenausbau in Angriff genommen. Zeitgleich zu den Arbeiten im Inneren des Gebäudes laufen die Sanierungsarbeiten der denkmalgeschützten Fassade.

Bauherrschaft: Kanton Basel Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement
Architektur: Reuter Architekten GmbH, Basel

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Mehrgenerationenwohnen «Im Bethlehem» in Immensee

Projektierung Ausschreibung Realisierung Bauberatung

07.06.2022 — In Immensee im Kanton Schwyz, zwischen dem Zuger- und dem Vierwaldstädtersee, entstand in den vergangenen Jahren die Siedlung «Im Betlehem». Die Bauherrschaft, die Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB), hat etwas, was im Bezirk Küssnacht ein rares Gut geworden ist: viel Platz. Einen Teil davon stellen sie in Form einer Wohnsiedlung der Allgemeinheit zur Verfügung. Es ist offensichtlich, dass damit kein Renditeobjekt entstehen soll, sondern bezahlbaren Wohnraum für alle.

Während vier Bauetappen sollen insgesamt zwölf Gebäude mit 150 Wohnungen entstehen. Bereits im Frühling 2021 konnten die 51 Wohnungen der ersten vier Gebäude bezogen werden. Diese erste Etappe bildet den Kern der Siedlung und umfasst unter anderem ein Bistro, diverse Hobbyräume, Gästezimmer sowie Kinderbetreuung. Die Siedlung ist schon vollständig zum Leben erwacht, obwohl sie erst bis 2030 umfassend fertiggestellt und bezogen sein wird. Seien es täglich wechselnde Mittagsmenüs im Bistro, spielende Kinder im Hof oder ein Klavierkonzert im Theatersaal – im Betlehem ist immer etwas los. Im 2024 soll die zweite Bauetappe folgen.

Bei der Mehrgenerationensiedlung wird bewusst auf einen bunten Mietermix gesetzt: Ob Paare, Familien oder Alleinstehende – im Betlehem sollen sich Jung und Alt wohl fühlen. Was beim Zusammenleben wichtig ist, wurde von der Bauherrschaft gar in einem Leitbild zusammengestellt. Auf dieses Zusammenleben geht auch die Architektur ein: Der Hof bietet Platz für Gemeinschaft und ein Miteinander; als Kontrast erlauben Nischen Rückzug und Privatsphäre. Neben dem Menschen stehen auch die Natur und die Umwelt im Fokus der Siedlung: Das Quartier ist autofrei, die Dachgärten und der Innenhof begrünt, diverse Einrichtungen werden gemeinschaftlich genutzt und die nachhaltige Bauweise im Minergie-Standard verringert den Verbrauch von Ressourcen.

Seit 2012 begleitet die Büro für Bauökonomie AG den Generalplaner Lüscher Bucher Theiler Architekten GmbH im Rahmen der Kostenplanung und führte während der ersten Bauetappe das Kostenmanagement und die Bauleitung aus.

Mehr Informationen zum Projekt.

Architektur: Lüscher Bucher Theiler Architekten GmbH, Luzern
Bauherrschaft: Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB)

Bilder: Daniela Burkart, Luzern

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Mehrzweckgebäude ersetzt die ehemalige Schienenhalle des Verkehrshauses der Schweiz

Vorstudien Projektierung Realisierung

16.05.2022 — Die 1959 erbaute Schienenhalle des Verkehrshauses der Schweiz in Luzern weicht einem Neubau. Das neue Mehrzweckgebäude bietet im Erdgeschoss Platz für eine Ladenfläche und für Ausstellungsräume, die flexibel für Sonderausstellungen wie auch als Teil des Museumsangebotes genutzt werden können. In den Obergeschossen sind Konferenzbereiche, Sitzungszimmer sowie Büroräumlichkeiten vorgesehen. Dank dem Neubau wird das Verkehrshaus der Schweiz um einen weiteren Eingang reicher und öffnet sich den Besucherinnen und Besuchern zur Seite Haldenstrasse. 

Dieser Ersatzneubau ist notwendig, da sowohl das bestehende Bürogebäude an der Lidostrasse als auch die Schienenhalle baufällig sind und den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Bereits im Jahr 1999 wurde ein Architekturwettbewerb für ein Verkehrshaus-Gesamtkonzept ausgeschrieben. Das Büro Gigon/Guyer Architekten aus Zürich ging mit der Entwicklungsstudie 2020 als Gewinner hervor. Diese Studie sieht eine Erweiterung im Rahmen von mehreren thematisch gegliederten Einzelgebäuden vor. Das «Mehrzweckgebäude (MZG)», das die ehemalige Schienenhalle ersetzt, ist eines davon.

Die Büro für Bauökonomie AG (BfB AG) begleitet das Verkehrshaus der Schweiz im Rahmen dieses Neubaus seit 2016 und führte die Planerausschreibungen durch und erstellte die Kostenschätzung, den Kostenvoranschlag sowie die Leistungsverzeichnisse nach BKP / NPK. Ebenfalls verantwortet die BfB AG das Vertragswesen und die Kostenkontrolle und führt die örtliche Bauleitung aus. Gemäss Thomas Barthelt, Bereichsleiter Finanzen & Zentrale Dienste des Verkehrshauses der Schweiz, ist man soweit auf Kurs: «Der schwierigste Teil des Gebäudes ist abgeschlossen und wir sind froh, dass alles planmässig realisiert werden konnte.»

Rund 8'000 verschickte E-Mails, 640 Tonnen verbauten Armierungsstahl, 6480 Kilometer gegossenen Beton und 33 Kilometer verlegte Kabelschutzrohre später wurde am Donnerstag, 07. April 2022 die Aufrichte des neuen Mehrzweckgebäudes gefeiert. Die zweite Rohbauphase hat begonnen und der anschliessende Innenausbau steht ab Frühsommer bevor, so dass der Neubau im Frühjahr 2023 bezogen werden kann. Dann darf sich das Publikum auf eine Ausstellung rund um das Thema Energie freuen. Denn egal ob wir zu Fuss unterwegs sind, das Fahrrad benutzen, Zug fahren oder ins Auto steigen: Energie wird für alles benötigt. Doch in Zeiten von Klimawandel wurde die Energiewende zu einem wichtigen Fokusthema und wirkt sich nicht nur auf unsere Mobilität, sondern auch auf die Berufswelt, die Wirtschaft, die Raumplanung, das Wohnen, die Ernährung oder auf unsere Freizeit aus. Dieser Breite nimmt sich das Verkehrshaus der Schweiz auf der neuen Ausstellungsfläche an und widmet sich Fragen wie «Was ist ökologischer: ein Elektro-Auto oder ein Auto mit Verbrennungsmotor?». Ziel dabei ist, mit diesem Schwerpunkt zu einer zentralen Plattform rund um das Thema Energie zu werden.

Architektur: Gigon/Guyer Architekten, Zürich
Bauherrschaft: Verkehrshaus der Schweiz

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Genossenschaftliches Wohnen an der Lothringerstrasse in Basel

Projektierung Ausschreibung Realisierung

01.03.2022 — Umgeben vom Bahnhof Basel St. Johann und dem Novartis Campus, da, wo früher das Verteilzentrum des Detailhandelsunternehmen Coop ansässig war, wurde in den vergangenen Jahren ein neues Wohnhaus realisiert. Das Gebäude an der Lothringerstrasse 166 auf dem Lysbüchel-Areal gehört der Genossenschaft Cohabitat, die 1974 von 45 Baslerinnen und Baslern gegründet wurde. Die Genossenschaft besitzt in der Stadt bereits einige Liegenschaften aus der Jahrhundertwende: Sie kauften einige Abbruchhäuser, die sie gemeinsam und sanft renovierten und seitdem hausgemeinschaftlich bewohnen. Bei der Lothringerstrasse 166 handelt es sich um den ersten Neubau der Genossenschaft.

Den Studienauftrag dafür gewann das Büro Kollektive Architekt mit ihrem Projekt «deux chevaux». Das Projekt wirkt auf den ersten Blick nüchtern: Kompakte und dennoch grosszügige und anpassbare Grundrisse, die mit gemeinschaftlich nutzbaren Räumlichkeiten ergänzt werden. Das Haus bietet Platz für neun Wohnungen, wobei mit 35 Quadratmetern pro Person gerechnet wurde. Dies ermöglicht günstige Mieten sowie mehr Gemeinschaftsfläche für alle Menschen im Haus. So sind im Attikageschoss drei Schaltzimmern (Hobbyräume), die Waschküche sowie ein Bad untergebracht – alles Räume, die von allen Mietparteien genutzt werden können. Auf dem achten und somit obersten Geschoss liegt die für alle zugängliche und teilgedeckte Dachterrasse mit Sicht in alle Windrichtungen. Im Untergeschoss sind Technikräume, Keller sowie eine grosszügige und ebenfalls gemeinsam zu nutzende «Gartenhalle» angesiedelt.

Der Bau ist in Hybridbauweise realisiert, was bedeutet, dass nur die Geschossdecken sowie der Liftschacht und das Treppehaus  in Sichtbeton erstellt sind. Die Aussenwände sowie Wohnungswände sind im Holzbau gehalten. Für den Innenausbau wurden bewusst eigenwillige Materialien gewählt und praktische Ideen umgesetzt.

Im Dezember 2021 konnte das Gebäude der Bauherrschaft übergeben werden. Die Wohnungen wurden in der Zwischenzeit fast vollständig bezogen. Aktuell finden die letzten Mängelbehebungen statt.

Die Büro für Bauökonomie AG führte im Auftrag der Genossenschaft Cohabitat an der Lothringerstrasse seit 2018 die Kostenplanung, die Ausschreibung, die Kostenkontrolle und die örtliche Bauleitung aus.

Bauherrschaft: Genossenschaft Cohabitat, Basel
Architektur: Kollektive Architekt, Basel

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Projektabschluss Gellertstrasse in Basel

Projektierung Ausschreibung Realisierung

28.01.2022 — An der Gellertstrasse in Basel-Stadt entstanden 30 Eigentumswohnungen, verteilt auf drei Häuser, schön gelegen am Rand des Villenviertels «Gellertquartier». Nach einer Planungs- und Bauzeit von 2017 bis 2021 wurden Ende Mai 2021 die dreigeschossigen Häuser in Massivbauweise bezogen.

Die Büro für Bauökonomie AG begleitete die Bauherrschaft Intershop Bau AG & De Bary & Co. AG seit 2017 als Generalplaner, unterstützte das Ausführungsprojekt und die Ausschreibung und führte die Bauleitung, die Inbetriebnahme und den Abschluss durch.

Bauherrschaft: De Bary & Co. AG & Intershop Bau AG
Architektur: Morger Partner Architekten AG, Basel

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Ja zum Schwimmsportzentrum Tenero

Vorstudien Projektierung Realisierung Bauberatung

24.01.2022 — Nach dem Nationalrat verabschiedete Ende Dezember 2021 auch der Ständerat die Immobilienbotschaft 2021. Damit wurden Kredite in der Höhe von CHF 91.8 Millionen und CHF 12.1 Millionen für die Ersatzneubauten des Schwimmsportzentrums und des Unterkunftsgebäudes in Tenero bewilligt. Die Immobilienbotschaft hätte eigentlich 2019 beim Parlament beantragt werden sollen. Da dies nun erfolgte, kann die Umsetzung der Ersatzneubauten in mehreren Etappen in Angriff genommen werden.

Zur Erweiterung des nationalen Jugendpsortzentrums Tenero (CST) führte das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) im Jahr 2017 einen Projektwettbewerb für den Ausbau des Schwimmsportzentrums durch. Den ersten Rang belegte das gemeinsam erarbeitete Projekt «RIMINI» der Architekten ARGE Studio Burkhardt und Stücheli Pestalozzi Schiratzki.

Bei diesem Projekt ist die Büro für Bauökonomie AG seit 2013 involviert und erstellte verschiedene Kostenberechnungen von den ersten Machbarkeitsstudien bis zum Kostenvoranschlag.

Bauherrschaft: Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Architektur: ARGE Studio Burkhardt, Zürich / Stücheli Pestalozzi Schiratzki, Zürich
Bild: COOPI Architekten / BBL (OFCL) /  OVI Images GmbH

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Digitales Bauen mit BIM beim Amt für Verbraucherschutz in Unterentfelden

Projektierung Realisierung Digitale Planung

22.11.2021 — Im Laborgebäude des Amts für Verbraucherschutz Aargau werden Lebensmittelproben und Gebrauchsgegenstände auf deren Gesundheitsgefährdung oder auf Täuschung der Konsumenten untersucht. Das heutige Laborgebäude ist über hundert Jahre alt und befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Eine Sanierung unter laufendem Betrieb ist weder aus betrieblicher noch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Im Weiteren sollen sowohl Labore wie auch Büroräumlichkeiten, die sich heute an unterschiedlichen Standorten befinden, unter einem Dach vereint werden.

Aus diesem Grund hat der Kanton Aargau im Jahr 2015 einen Projektwettbewerb veranstaltet, aus welchem die Markus Schietsch Architekten GmbH als Siegerin hervor ging. Nach Klärungen des optimalen Standorts und des Projektumfangs wurde 2018 das Generalplanerteam AVS mit der Planung und Realisierung am Standort Unterentfelden beauftragt. Das Projekt soll digital mit der BIM-Methode geplant werden. Das Team steht unter der Leitung der Markus Schietsch Architekten GmbH sowie der Büro für Bauökonomie AG.

Planung mit Building Information Modeling (BIM)
Die Büro für Bauökonomie AG ist für die BIM-Gesamtkoordination verantwortlich. Zu Beginn der Planung wurden zusammen mit der Bauherrschaft die Bedürfnisse an die BIM-Modelle definiert sowie Anwendungsfälle wie zum Beispiel kollisionsarme Modelle oder ein digitales Raumbuch festgelegt. Darauf basierend hat die Büro für Bauökonomie AG einen BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) erstellt und innerhalb des Generalplanerteams als Arbeitsgrundlage vorgegeben.

Bei der Planung der Planung wurde grosses Gewicht darauf gelegt, auf die Bedürfnisse und Verständnisse aller Beteiligen Rücksicht zu nehmen, damit die definierten Arbeitsprozesse von allen getragen werden und eine einheitliche BIM-Sprache gesprochen wird. So wurden zum Beispiel die detaillierten Arbeitsabläufe einer ICE-Session (Integrated Concurrent Engineering, integrierte Projektentwicklung) besprochen und eingeführt. Dank dieser strukturierten Arbeitsmethodik können Planungssitzungen viel effizienter und zielgerichteter abgehalten werden, da Themen und deren Entscheidungsträger frühzeitig definiert und im Planungsprozess auftretende Probleme rasch lokalisiert werden können.

Im Detail läuft eine ICE-Session wie folgt ab: Im Vorfeld zur Projektsitzung werden die Modelle der einzelnen Fachplanenden von der Gesamtkoordination zu einem Gesamtmodell zusammengefügt und einer Kollisionsüberprüfung unterzogen. Resultierende Fehler werden als Aufgaben aufgelistet. Die einzelnen Aufgaben werden vorgängig detailliert beschrieben und den Fachplanenden zugewiesen, so dass diese an der ICE-Session effizient besprochen und nach Möglichkeit direkt gelöst werden können.

Dieser Arbeitsprozess hat sich bis zum Bauprojekt im Generalplanungsteam AVS etabliert und bewährt. Das Team freut sich darauf, das erlangte Wissen weiter einzusetzen und von der Effizienz der digitalen Prozesse zu profitieren. Die Büro für Bauökonomie AG ist überzeugt, dass die modellbasierte Planung für die Realisierung grossen Mehrwert bringen und die Qualität erhöhen wird. Die Ausführung erfolgt im Modell mit Einzelleistungsträgern. Während der Einsatz von digitalen Prozessen beispielsweise im Holzbau bereits etabliert ist, werden sich für andere Gewerke neue Möglichkeiten ergeben. Baubeginn ist im März 2022.

Nachhaltiger Bau nach Minergie-P-Standard
Der Neubau soll als zweigeschossiger Pavillon im südwestlichen Bereich des als Campus geplanten Areals angesiedelt werden. Neben der Bauschule fügt sich der Pavillon gut in die niedrige Bebauung der Nachbarschaft ein. Er verbindet den Grünraum der Suhre mit dem bestehenden Aussenraum des Areals und ermöglicht eine exemplarische Berücksichtigung der Biodiversität.

Die pavillonartige Architektur wird mit dem mehrheitlich eingesetzten Baustoff Holz aus regionalen Wäldern unterstrichen. Wir berichteten bereits hier. Der zentrale Bereich mit der Spurenanalytik, das Untergeschoss, die Treppenhauskerne und die Haustechnikschächte werden mit Beton ausgeführt, um den Anforderungen der Messtechnik gerecht zu werden und den Brandschutz einzuhalten. 

Die hohen verglasten Flächen verbinden Innen- und Aussenbereich. Zudem dienen die umschliessenden gedeckten Aussenbereiche sowohl als Fluchtweg wie auch als Filterschicht und verringern eine direkte Sonneneinstrahlung. Dieser ökonomische Umgang und die Steuerung von Ressourcen ist Grundlage für die angestrebte Zertifizierung nach Minergie®-P-Eco.

Bauherrschaft: Kanton Aargau
Architektur: Markus Schietsch Architekten GmbH
Autor: Gilles Steimen für Emch+Berger
Bild: Markus Schietsch Architekten GmbH (Visualisierungen)

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Im Basler Theater wird wieder applaudiert

Projektierung Ausschreibung Realisierung

15.11.2021 — Als grösstes Dreispartenhaus der Schweiz stehen beim Thetaer Basel Opern, Schauspiel und Ballet auf dem Spielplan. Der Theaterbau von den Architekten Schwarz & Gutmann wurde 1975 fertiggestellt. Unverkennbar ist das markante Hängedach, das Foyer - nur 12 Zentimeter dick ist dieses gespannte «Tuch» aus Beton. Die Bausubstanz der Theaterliegenschaft am Steinberg war nicht mehr tragfähig und musste nach über vierzig weitgehend saniert werden.

Von 2014 bis 2021 wurden während der spiel- und probefreien Zeit im Sommer jeweils aufwändige Sanierungsarbeiten durchgeführt. In einer ersten Etappe wurde die Sicherheit im Gebäude und die veraltete Maschinerie erneuert, während in einer zweiten Etappe der Bühnenturm saniert, die Fassade neu isoliert und das Foyer gänzlich erneuert wurde. Dieses Foyer Public wurde im Herbst 2020 neu eröffnet und ist nun ein öffentlicher, kultureller und sozialer Ort mitten in der Stadt. Besucherinnen und Besucher finden eine Kinderecke, Arbeitsplätze mit Steckdosen und WLAN sowie eine Zweigstelle der GGG-Stadtbibliothek zur freien Nutzung. 

Der Zuschlag für die Sanierung dieser zweiten Etappe ging an Baumann Lukas Architektur. Diese setzten sich gegen acht weitere Eingaben durch. Das Projekt öffnete das Foyer und die Nebeneingänge zur Stadt hin, ohne das Stadtbild massgebend zu verändern. Die Skulptur «Intersection» von Richard Serra war Teil vom Auftrag und erhält ihren notwendigen Freiraum. Der Umbau dieser zweiten Etappe befindet sich im Endspurt und geht bis Ende 2021 zu Ende.

Die Büro für Bauökonomie AG begleitet bei der Sanierung des Theater Basel die Ausschreibung und führt die Bauleitung durch.

Bauherrschaft: Kanton Basel Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement Basel
Sanierung Gebäudehülle und Künstlerbereich (2021): Baumann Lukas Architektur
Sanierung Gebäudetechnik (2018): Hartmann Architekten AG Sanierung
Bild: Ingo Höhn

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Genossenschaftliches Wohnen an Burgfelderstrasse in Basel nimmt Form an

Ausschreibung Realisierung

08.11.2021 — Die Wohnüberbauung Burgfelderstrasse, wenige Meter von der französischen Grenze entfernt, ist im Schlussspurt. Die Fassadenarbeiten sind vollständig abgeschlossen und der Einzug in die Häuser 9 und 10 hat bereits stattgefunden. Bei den übrigen zwei Häusern stehen die finalen Boden- sowie Malerarbeiten bevor, bis die Übergabe an die Bauherrschaft Ende November stattfinden und die Mieterschaft auch diese Wohnungen beziehen kann.

Die Wohnüberbauung wurde auf einem Teil des Areals der Freizeitgärten von der Wohngenossenschaft Bündnerstrasse (WGB) und der Neue Wohnbaugenossenschaft Basel (NWG) realisiert. Total umfasst die Überbauung 125 Wohnungen unterschiedlicher Grösse. Die beiden Wohngenossenschaften haben beim Neubauprojekt ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt, aus welchem anfangs 2017 das Projekt „Sonnenfänger“ von Nord Architekten als Sieger hervor ging.

Die Büro für Bauökonomie AG war für die Kostenschätzung und den Kostenvoranschlag, die Ausschreibung, das Vertragswesen und die Kostenkontrolle verantwortlich, hat die Bauleitung inne und erarbeitet die Schlussabrechnung.

Bauherrschaft: ARGE Burgfelderstrasse
Architektur: Nord GmbH Architekten, Basel
Landschaftsarchitektur: META Landschaftsarchitektur, Basel

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