Mensch sein!
Wohnüberbauung Rotmatt Meggen, Referenz: Ausschreibung, Realisierung, Bauberatung, Projektierung

Hintergrund im Vordergrund

Jedes Projekt schreibt seine eigene Geschichte.

Geprägt ist diese von festen Rahmenbedingungen, von hohen Anforderungen und Erwartungen, von klugen Lösungen und professioneller Leitung. Der Blog verschafft Ihnen Einblicke in ausgesuchte Projektgeschichten. 

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Holz, der «astreine» Baustoff

Strategische Planung Vorstudien Projektierung Ausschreibung Realisierung Bewirtschaftung Bauberatung Digitale Planung

01.11.2021 — Holzbauten sind im Trend. Die Beilage «Immobilien» der NZZ am Sonntag vom 17. Oktober 2021 thematisierte die nachhaltige Bauweise im Artikel «Aus Holz gebaut» (S. 7). Verschiedene Bauprojekte werden darin angesprochen, wie beispielsweise das über 85 Meter hohe Holzhochhaus Mjøstårnet im norwegischen Brumunddal oder die «Dutch Mountains», ein spektakulärer Holzbau, der das Bahnhofsvierteil in der niederländischen Gemeinde Eindhoven aufwerten und zur Hightech-Visitenkarte der Stadt werden soll.

Dass der Werkstoff Holz längst sein Chalet-Image abgelegt hat, bemerkt die Büro für Bauökonomie AG seit einiger Zeit, indem Holz des Öfteren in regionalen Bauprojekten Verwendung findet. So spielt der moderne Baustoff in folgenden Bauprojekten, in denen wir einen Beitrag zur gelungenen Realisierung leisten durften, eine zentrale Rolle:

Amt für Verbraucherschutz (AVS) in Unterentfelden
Das kantonale Amt für Verbraucherschutz (AVS) zieht per 2024 von Aarau nach Unterentfelden. Dank dem Neubau kann die heute in Aarau an zwei getrennten Standorten geführte Abteilung künftig unter einem Dach geführt werden. Der Neubau von Markus Schietsch Architekten (Zürich) ist als zweigeschossiger Pavillon in Holzbauweise mit Minergie-P-Standard vorgesehen. Dafür wird viel Holz benötigt: So viel, dass es ein olympisches Schwimmbecken füllen würde. Das rund 2700 m3 nötige Rundholz soll gemäss Ausschreibung aus dem Aargauer Staatswald bezogen werden. Das Gebäude wird zweigeschossig, 52 Meter lang und breit. Dank Laubengang mit verglaster Fassade soll Tageslicht bis in den Baukern eindringen können. Dieser wird nicht aus Holz, sondern aus Beton erstellt. Baubeginn ist per März 2022 geplant. Bereits im Endsommer 2024 soll der Neubau bezogen werden können.

Unsere Leistungen: Standortüberprüfung, Kostenvoranschlag, BIM-Gesamtkoordination, Ausschreibung, Vertragswesen, Kostenkontrolle, , Bauleitung, Inbetriebnahme, Schlussrechnung
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Obwaldner Kantonalbank in Sarnen
Im Herbst 2021 wurde der neue Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank (OKB) in Sarnen offiziell eingeweiht. Das neue Bankgebäude von Seiler Linhart Architekten AG (Luzern/Sarnen) wurde aus einheimischem Holz aus Obwalden erstellt – sei es bei der Konstruktion und den Stützen, aber auch bei Böden und Decken. Für den quadratischen fünfstöckigen Bau wurden 1000 Kubikmeter Rundholz von Fichten und Tannen sowie 650 Kubikmeter von Eschen verbaut. Die OKB wird während der nächsten fünf Jahre diese Bäume dem Kanton zurückgeben – in Form von Setzlingen, die durch die Gemeindeförster gepflanzt werden. Pro Jahr sind es rund 250 Bäume. Diese gingen symbolisch in den Besitz der Mitarbeitenden. Ebenfalls beim Innenausbau wurde auf Holz zurückgegriffen: Die Bodenverkleidungen sind in Esche oder Textil gehalten, die Deckenverkleidungen bestehen aus Eschenholz. Diese verleihen den Arbeitsräumen eine qualitativ hochwertige Atmosphäre. 

Unsere Leistungen: Machbarkeitsstudie, Grobschätzung der Baukosten, Organisation und Begleitung Studienauftrag, Kostenschätzung, Kostenvoranschlag, Ausschreibung, Vertragswesen, Kostenkontrolle, Schlussrechnung Bauherrenberatung
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Wohnüberbauung Maiengasse in Basel
Der Ersatzneubau mit 55 Wohnungen und 2 Kindergärten an der Maiengasse in Basel von Esch Sintzel Architekten (Zürich) bringt den Holzbau in mehrerlei Hinsicht entscheidend weiter: Er verdichtet die Stadt und schafft angemessene öffentliche Räume und Wegverbindungen. Die Siedlung führt Holz auf überzeugende Weise in ein städtisches Umfeld ein, wo in Zukunft viel mit dem Material gebaut wird. Die Architekten setzen Holz auf allen Ebenen als tragendes und prägendes Baumaterial ein. Diese vielteilige und feinfühlige Konstruktion steht für eine neue Frische im Schweizer Holzbau. Das Projekt weist die Branche in die Zukunft, von der Materialherkunft über den Städtebau und die Konstruktion bis zum Umgang mit Farbe. Die Wohnüberbauung Maiengasse gewinnt den goldenen Prix Lignum 2021 in der Kategorie National, ein Preis, der alle drei Jahre die besten neuen Arbeiten mit Holz auszeichnet und belegt den 1. Rang der Region Nord.

Unsere Leistungen: Kostenschätzung, Kostenvoraschlag, Ausschreibung nach öBG, Vertragswesen,Kostenkontrolle, Bauleitung, Inbetriebnahme
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Wohnüberbauung Schweighof in Kriens
Wo einst eine Gärtnerei war, befindet sich heute mit dem ruhigen, familienfreundlichen Quartier Schweighof von Lütolf und Scheuner Architekten GmbH (Luzern) das erste 2000-Watt-Areal der Zentralschweiz. Rund 21 Gebäude werden realisiert und bis 2024 sollte das urbane Quartier in Kriens fertiggestellt sein. Das Bauen mit Holz war bereits ausdrücklich im Studienwettbewerb vorgegeben, was einzigartig ist und für Aufsehen sorgte. Holzbauten sind leicht teurer als Massivbauten. Die Schweighofpark AG und die St. Anna Stiftung wussten um die höheren Erstellungskosten. Im Sinne der Nachhaltigkeit und mit den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft vor Augen waren sie jedoch bereit, diese höheren Kosten zu tragen. Aufgrund ihrer langfristigen Perspektive orientieren sie sich als Investoren an den Lebenszykluskosten, also an den Gesamtkosten über die ganze Lebensdauer eines Gebäudes bis zu seinem Rückbau. Und in dieser Hinsicht sind Holzbauten klar im Vorteil.

Unsere Leistungen: Kostenschätzung, Kostenvoranschlag, Ausschreibung,  Vertragswesen, Kostenkontrolle, Schlussabrechnung
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Wettbewerbsverfahren für ein «Neues Luzerner Theater» ist gestartet

Strategische Planung Vorstudien

11.10.2021 — Luzern erhält ein neues Theater. Das sanierungsbedürftige und in die Jahre gekommene Haus wird durch einen Neubau auf dem Luzerner Theaterplatz ersetzt. Dieser soll die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllen und ein modernes Musik-, Tanz- und Schauspieltheater der Zukunft sein. Am 23. September 2021 stimmte der grosse Stadtrat dem Sonderkredit für die Weiterverfolgung des Projekts «Neues Luzerner Theater» und für die Durchführung eines Projektwettbewerbs zu. Am 09. Oktober 2021 startete das Wettbewerbsverfahren mit der Ausschreibung. Das Verfahren findet zweistufig statt:

In der ersten Stufe wird eine breite Palette an Ideen evaluiert und in einer zweiten Stufe zehn bis zwölf der vielversprechendsten Entwürfe weiter ausgearbeitet. Die Ausschreibung ist auf simap.ch publiziert (Projekt-ID 227287). Anmeldeschluss ist am 05. November 2021 und Abgabe der ersten Stufe ist der 05. Februar 2022.  

Die Büro für Bauökonomie AG darf die Wettbewerbsbegleitung des Projektes «Neues Luzerner Theater» durchführen.

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Einweihung des neuen Hauptsitzes der OKB

Strategische Planung Vorstudien Projektierung Ausschreibung

16.09.2021 — Am 16. September 2021 wurde der neue Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank (OKB) in Sarnen offiziell eingeweiht. Bis die Bank zu ihrem Neubau von Seiler Linhart Architekten AG kam, mussten verschiedene Hürden überwunden werden: Alles begann mit dem Hochwasser 2005, als der Hauptsitz an der Bahnhofstrasse in Sarnen überflutet wurde. Geplant war ein Neubauprojekt an gleicher Stelle, doch dann bot sich im 2015 die Möglichkeit eines neuen Standortes. 

Das neue Bankgebäude tritt als kräftiger, plastischer Baukörper in Erscheinung. Das Fassadenbild – eine fein gegliederte, dunkle Holzverkleidung und ein robuster Betonsockel im Erdgeschoss – drückt Beständigkeit, Regionalität und Vielfalt aus. 

Materialien und Handwerk aus der Region
Diverse Baumaterialien des neuen Bankgebäudes wurden aus lokalen Ressourcen gewonnen. Einerseits besteht das Gebäude hauptsächlich aus Obwaldner Holz: 2800 Kubikmeter, was rund 1200 Bäumen entspricht. Die OKB wird während der nächsten fünf Jahre diese Bäume dem Kanton zurückgeben – in Form von Setzlingen, die durch die Gemeindeförster gepflanzt werden. Pro Jahr sind es rund 250 Bäume. Diese gingen symbolisch in den Besitz der Mitarbeitenden. Nebst dem Holz sind auch Steine aus dem Kanton im Gebäude verbaut. Die Steine des Bodenbelags in der Eingangshalle und in den beiden Treppenhäusern wurden aus Bächen in Giswil und weiteren Obwaldner Gemeinden gewonnen. Ebenfalls ein grosser Teil des handwerklichen Know-hows ist einheimisch: Rund 70 Prozent der Aufträge wurde an Obwaldner Unternehmen vergeben.

Bei Mitarbeitenden und der Kundschaft stösst der Neubau auf Anklang
Die Kundinnen und Kunden betreten das Gebäude der OKB südseitig von der neuen Erschliessungsstrasse «Im Feld». Über den grosszügigen Kundeneingang gelangen sie in die zentrale, zweigeschossige Empfangshalle. Die in den darüber liegenden drei Geschossen angeordneten Büros werden durch separate Eingänge im Erdgeschoss und in der Tiefgarage erschlossen. Der Kern bildet ein rund zehn Meter hoher, begrünter Innenhof ab dem zweiten Obergeschoss. Durch die transparenten Raumabschlüsse der Büros zum Innenhof werden sie zusätzlich von innen belichtet. Die Bodenverkleidungen sind in Esche oder Textil gehalten, die Deckenverkleidungen sind aus Eschenholz. Diese verleihen den Arbeitsräumen eine qualitativ hochwertige Atmosphäre. 

Der im Anschluss zur Einweihung geplante Tag der offenen Tür musste aufgrund der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben werden. Voraussichtlich am 14. Mai 2022 lädt die Bank alle Interessierten aus der Region ein, den neuen Hauptsitz in Augenschein zu nehmen.

Beim Neubau der OKB war die Büro für Bauökonomie AG für die Kostenplanung verantwortlich und führte die Bauherrenbegleitung aus.

Auftraggeber: Obwaldner Kantonalbank
Architektur: Seiler Linhart Architekten AG
Realisierung: 2019–2021
Bauleitung: Eggimann Architekten
Holzbauingenieur/Brandschutz/Bauphysik: Pirmin Jung AG
Bauingenieur: CES AG
Landschaftsarchitekten: freiraumarchitektur GmbH
Fotograf: Rasmus Norlander 

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Projekt «Dreiklang» wächst in Sursee in die Höhe

Strategische Planung Projektierung Ausschreibung Realisierung

13.07.2021 — Wer hoch hinaus will, muss unten anfangen. Eine buddhistische Weisheit, die auch im Bauwesen befolgt wird. So beispielsweise auf dem Bauplatz mitten in Sursee, wo das Projekt «Dreiklang» unter der Bauherrschaft der Luzerner Kantonalbank entsteht. Vor ungefähr 30 Monaten starteten da die ersten Bauarbeiten - natürlich wurde unten angefangen. Unterdessen ist der Rohbau nicht mehr zu übersehen und überragt die meisten der umliegenden Gebäude um mehrere Geschosse.

Die Stadt Sursee als regionales Zentrum im Kanton Luzern hat sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt. In diesem Kontext bildet das Projekt «Dreiklang» ein erster Baustein in der Zentrum­s­ent­wicklung und Verdichtung entlang dieser Achse.

Das aus einem Architekturwettbewerb entstandene Projekt nimmt Form an. Die Architektursprache der Mischa Badertscher Architekten ist klar zu erkennen und der Totalunternehmer Anliker AG treibt den Rohbau in die Höhe. Knapp hundert Wohnungen, Gewerbeflächen und der neue Regionalsitz der Luzerner Kantonalbank sollen in etwas mehr als einem Jahr in den drei Gebäuden bezogen werden.

Die Büro für Bauökonomie AG durfte für die Luzerner Kantonalbank den Architekturwettbewerb organisieren, die Baukosten ermitteln und die anspruchsvolle TU-Submission erstellen. Bis zum Abschluss werden wir die Bauherrschaft im Change-Management und in beratender Funktion begleiten.

Bauherrschaft: Luzerner Kantonalbank AG, Luzern
Architekt: Mischa Badertscher Architekten, Zürich
Totalunternehmung: Anliker AG, Emmenbrücke
Fotos: Claudio D’amato

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